Page 127 - Elektrosmog und Glyphosat
P. 127

 Pflanzenwachstum kennt, kann man ahnen, was Fulvinsäure auch für den menschlichen Organismus bedeutet.
Pflanzen sind nur so gut oder schlecht wie ihr Mineralstoffgehalt. Der Geschmack eines Nahrungsmittels ist zum größten Teil vom Mineralstoffgehalt abhängig. Der Geschmack einer Pflanze aber ist für unsere Sinnesorgane ein Indikator für Nährstoffgehalt und Nährwert. Ein ausgelaugter Boden kann alles Mögliche produzieren, aber eben keine Mineralien. Mit den modernen Düngemitteln wird zwar noch ein Ertrag erzielt, doch die so produzierten Nahrungsmittel sind nur noch leere Hüllen. Überdies können künstliche Dünger auch mineralische Ionen in unlösbare Komplexe verwandeln. Damit sind sie für Pflanzen nur noch schwer aufzunehmen und zu verstoffwechseln. Außerdem vernichten Pestizide und Unkrautvernichter in großer Zahl die Mikroorganismen. Damit kann nicht mehr stattfinden, was lebensnotwendig ist: die Mineralstoffe so aufzuschlüsseln und zu zerkleinern, dass die Wurzeln der Pflanze sie aufnehmen können. Ein Großteil der Stoffe, die noch im Boden übrig sind, bleibt unverwertbar. Die moderne Landwirtschaft schlägt hier also doppelt zu und hinterlässt »verbrannten Boden«. Wie wir bereits wissen, vernichtet Glyphosat Mineralien, indem es sie cheliert. Sie stehen dann unserem Stoffwechsel nicht mehr zur Verfügung. Das ist aber nicht der einzige Wirkmechanismus von Glyphosat, der zum Mineralienmangel führt. Es hemmt auch die Proteine, die für die Aufnahme und den Transport der Mineralien gebraucht werden.
126
































































































   125   126   127   128   129