Page 172 - Elektrosmog und Glyphosat
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 doch ist, ohne störendes Kabel überall telefonieren zu können. Kennen Sie noch die Telefonhäuschen und das frustrierende Gefühl anzustehen? Und wenn man dann endlich anrufen konnte, war am anderen Ende niemand da.
Wir werden sicherlich nicht die Zeit zurückdrehen können, als wir noch ohne diese elektronischen Hilfen gelebt haben. Aber: Nur weil es möglich ist, muss man es ja nicht unablässig tun. Das ist in anderen Bereichen unseres Lebens ja auch nicht anders. Nur weil wir es uns leisten können und weil es ständig zur Verfügung steht, sollten wir nicht den ganzen Tag Süßigkeiten essen oder Alkohol trinken. Auch den ganzen Abend vor dem Fernsehapparat zu verbringen und Kartoffelchips zu futtern ist denkbar, aber eben ein Desaster für Kreativität und Gesundheit.
Nun ist es mit den elektronischen Kommunikationsgeräten so, dass wir meistens nicht unmittelbar anhand von Symptomen oder körperlichen Rückmeldungen wahrnehmen, dass sie uns Schaden zufügen. Sie verursachen keine Blähungen wie zu viel Süßes oder Gleichgewichts- und Sprachstörungen wie zu viel Alkohol. Wir besitzen keine Sinnesorgane für elektromagnetische Felder und ihre Auswirkungen. Subtile Energien sind »super-physische Energien« – also Energien jenseits unserer fünf physischen Sinne. Subatomare und elektromagnetische Energie sind bekannte Beispiele für subtile Energien.
Wenn Sie nicht zu den wenigen Menschen gehören, die sensibel auf Elektrosmog reagieren, bemerken Sie also im Moment der Exposition mit EMF gar nichts. Elektrosmogsensible Menschen sind von leichteren Symptomen geplagt bis hin zu messerstichartigen Schmerzen, wenn sie nur in die Nähe von elektromagnetischen Feldern geraten. 85 Prozent der Menschen dagegen bekommen davon nichts mit, und vor allem merken sie es nicht sofort und unmittelbar.
Damit fehlt uns eine wichtige Lernmöglichkeit. Da geht es uns nicht anders als dem Hund. Für eine effektive Ausbildung braucht der Hund das direkte Feedback in Form von Strafe oder Belohnung. Eine Bestrafung erst nach Stunden oder Tagen wird der Hund nicht in Verbindung mit seinem Fehlverhalten bringen. Anders als bei Alkohol, zuckerhaltigen Speisen und anderen Drogen, anders als bei Fettleibigkeit, Blähungen und Müdigkeit bekommt der normale Smartphone-Benutzer keinerlei unmittelbare oder offensichtliche
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