Page 22 - Elektrosmog und Glyphosat
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 Verbrennungsvorgang im Motor unserer Autos vernichtet das Glyphosat nicht. Sie dürfen also davon ausgehen, dass Sie in den Städten und auf den viel befahrenen Straßen nicht nur Feinstaub und Abgase einatmen, sondern eben auch Glyphosat.
Glyphosat ist seit Jahrzehnten als wasserlösliches Herbizid im Wasserkreislauf angekommen und regnet demzufolge auf alle Felder, Wälder und Wiesen. Inzwischen kann niemand mehr Glyphosat vermeiden. Reduzieren ja, vermeiden nein. Glyphosat ist ähnlich weit verbreitet wie die hochfrequenten elektromagnetischen Felder: Schnurlostelefone, Smartphones, Bluetooth, WLAN.
Es gibt auf unserer Erde kaum mehr ein Fleckchen, an dem wir diesen beiden Faktoren nicht ausgesetzt sind: Glyphosat und künstliche elektromagnetische Felder. Da beide nicht zu spüren, zu schmecken, zu hören oder zu riechen und gleichzeitig so außerordentlich gesundheitsschädlich sind, nenne ich sie die lautlosen Killer der Menschheit.
Glyphosat ist ein Eiweißmolekül, das sich vor allem als Unkrautvernichtungsmittel in unserem Nahrungs- und Wassersystem befindet. Dieses Molekül namens Glyphosat, das immer noch vielen Menschen nicht bekannt ist, ist der aktive Wirkstoff in »Roundup«, dem weltweit meistverkauften Herbizid.1 Nun ist Roundup nicht dasselbe wie Glyphosat. Die anderen Zutaten von Roundup erhöhen die Toxizität des Breitbandherbizids beträchtlich.
Das Team des französischen Molekularbiologen Gilles-Éric Séralini entdeckte, dass die Koformulierungsmittel oder andere Inhaltsstoffe in Roundup neben Glyphosat bis zu 1000-mal toxischer sind als Glyphosat allein. Die US-Umweltschutzbehörde EPA (»Environmental Protection Agency«) verlangt jedoch nur die Prüfung des einen deklarierten chemischen Wirkstoffs, nicht aber die der endgültigen Formulierung, die dann eben 1000-mal toxischer sein kann.
Die meisten Eiweiße im menschlichen Körper beinhalten auch metallische Mineralien. Wir brauchen sie als Kofaktoren für den Transfer von Elektronen. Damit kann man beispielsweise die Gehirnströme messen, aber auch die Herzratenvariabilität (HRV) oder andere Mikroströme. Die Herzratenvariabilität ist im Kapitel über den Elektrosmog genauer beschrieben. Jede Enzymtätigkeit braucht eine ausreichende Menge an metallischen Mineralien. Sie besitzen sozusagen
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