Page 234 - Elektrosmog und Glyphosat
P. 234

 Sie sind integraler Bestandteil eines gesunden Lebens. Manche Menschen achten inzwischen darauf, das Handy beim Telefonieren nicht mehr ans Ohr zu halten, oder legen das Handy nicht mehr auf das Nachtkästchen, wenn sie schlafen gehen. Aber denken Sie, dass elektromagnetische Felder, die so viele Probleme in Ihrem Kopf verursachen können, sich anders verhalten, wenn Sie »Kopf« durch »Darm« ersetzen? Während Sie eine SMS schreiben und Ihr Telefon in den Schoß legen, während Sie »ganz bewusst« mit einem Kopfhörer telefonieren, bombardieren Sie Ihren Darm, die guten Bakterien Ihrer Darmflora und das Nervengeflecht darin. Ihr Smartphone oder Ihr Laptop ist dabei nur ein paar Zentimeter von Ihrem Bauch entfernt, also Ihrem Magen und Darm. Diese Zellen sind genauso empfindlich, da die VGCC ebenso Calcium in die Nervenzellen schleusen, und diese senden dann als Resultat falsche Signale an die entsprechenden Organe und Gewebe.
• EMF und die »guten« Bakterien: Eines der Merkmale des gesunden Darms ist das richtige Verhältnis zwischen »guten« (circa 85 Prozent) und »schlechten« (circa 15 Prozent) Bakterien. EMF haben gezeigt, dass sie die Wachstumsrate von nützlichen Bakterien verlangsamen.
Wissenschaftler beginnen gerade erst zu entdecken, dass Bakterien schon von sehr niedrigen EMF-Werten betroffen sind, sodass es unklar ist, wie die Auswirkungen wären, wenn sie einem großen elektromagnetischen Feld ausgesetzt sind. Und warum sollte man sich um das Mikrobiom in seinem Bauch kümmern? Diese Bakterien sind unter anderem für die Produktion von mindestens 90 Prozent des Serotonins (»Wohlfühlhormon«) verantwortlich. Sie halten die schlechten Bakterien unter Kontrolle, neutralisieren schädliche Chemikalien wie beispielsweise Bisphenol A (BPA) und produzieren Vitamin K.
• EMF und eindringende Erreger: EMF verabreichen unserem Darm einen doppelten Schlag. Zum einen schwächen sie die guten Bakterien. Zum anderen werden potenzielle Erreger wie Viren und Parasiten aktiviert und stärker gemacht. 1997 zeigte eine überraschende Studie, dass die Exposition bei einem 50-Hz-Magnetfeld (wie es bei allen Haushaltsleitungen in europäischen Ländern üblich ist) ein ansonsten ruhendes Epstein-Barr-Virus aktivierte.
233






























































































   232   233   234   235   236