Page 30 - Elektrosmog und Glyphosat
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 Inneren der Zellen erfüllen. Ohne diese Enzyme gäbe es kein Leben. Es sind ohne Ausnahme hochqualifizierte Eiweiße, die ihre Aufgaben im Metabolismus durchführen. Funktionsstörungen und Erschöpfung der Zellen und Organe, bis hin zum Burnout, haben ihre Ursachen auch in Mangelzuständen und Funktionsstörungen der Enzyme.
Weizen und Glyphosat – eine unglückliche Kombination
Im Jahr 1992 begannen die ersten amerikanischen Farmer damit, Glyphosat direkt auf den Weizen zu sprühen. Weizen ist eine der wenigen Nutzpflanzen, die trocken und abgestorben sein sollte, bevor man sie erntet. So kam Monsanto auf die Idee, Glyphosat als Trocknungsmittel an die Weizenfarmer zu verkaufen. Als Unkrautvernichtungsmittel hätte es während der Wachstumsphase des Weizens die Pflanze zerstört. Die Berater von Monsanto empfahlen den Bauern, den Weizen früher als zum regulären Erntezeitpunkt zu besprühen. Er würde dann innerhalb von 3 Tagen trocknen. Der Bauer kann die Ernte damit zu einem Zeitpunkt einfahren, wo sie noch nicht durch das – möglicherweise feuchte – Herbstwetter gefährdet ist. Befindet man sich in einem südlichen Klima, könnte man mit diesem Verfahren der frühen Trocknung und Ernte sogar zwei Ernten einfahren, so der verlockende Tipp der Agrartechniker. Das klingt für jeden Landwirt erst mal wie das sprichwörtliche Paradies. Zwei Ernten statt nur einer bedeuten einen möglicherweise doppelten Gewinn. Dadurch kam aber auch noch nicht ganz ausgereifter Weizen auf den Markt, der zu allem Überfluss mit großen Mengen Glyphosat kontaminiert war. Wir werden später sehen, dass dieses Verfahren zu einem außergewöhnlichen Anstieg von Unverträglichkeiten beispielsweise von Gluten beziehungsweise glutenhaltigen Nahrungsmitteln geführt hat. Bei meiner Ausbildung zum Heilpraktiker in den 1980er-Jahren kam das Wort Glutenunverträglichkeit nicht vor. Zwar gab es schon die Zöliakie; doch es kamen auch schon seit Jahrzehnten Antibiotika zum Einsatz, die ja eine ähnliche Auswirkung auf den Darm haben wie das Glyphosat.
Durch all die kleinen Tricks und Marketingstrategien, beispielsweise die frühzeitige Trocknung von Weizen, begann Monsanto 1992 damit, jedes Jahr mehr Glyphosat auf den Markt zu bringen. Letztendlich stieg
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