Page 36 - Elektrosmog und Glyphosat
P. 36

 Durch Glyphosat werden pathogene Organismen in ihrer Vermehrung gefördert. Wir wissen, dass etwa die Clostridien sehr widerstandsfähig sind und extrem hohe Glyphosatraten aufweisen. Im Wesentlichen sind alle natürlichen biologischen Kontrollorganismen sehr empfindlich gegenüber solchen Glyphosatkonzentrationen. Was wir bei den Fusarien – einer Bodenpilzart – sehen, die das sogenannte »Sudden- Death-Syndrom« bei Sojabohnen verursachen, ist, dass diese durch das Glyphosat stimuliert werden können. Fusarien sind zwar nicht die schnellsten Verwerter, dennoch kann dieser Pilz das Glyphosat verarbeiten. Sie werden durch Glyphosat im Wachstum so stimuliert, dass man eine bis zu 500-prozentige Zunahme der Wurzelbesiedlung durch diesen Pilz vorfinden kann. Fusarien sind aber nicht nur ein ernstzunehmender Erreger bei Sojabohnen, sondern auch bei unseren heimischen Nutzpflanzen. Neue Studien haben ergeben, dass Glyphosat auch antibiotikaresistente Bakterien ernährt, die zum Methicillin- resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) und anderen schweren Infektionskrankheiten führen können, die auf dem Vormarsch sind. MRSA, gegen den das gesamte Antibiotika-Arsenal nicht mehr wirkt und der deswegen als »multiresistent« bezeichnet wird, zählt zu den gefürchteten Krankenhauskeimen.
Es gibt wissenschaftliche Studien auf der ganzen Welt, die diese hohen Zunahmen der Wurzelbesiedelung selbst bei den Roundup-tauglichen Kulturen nachgewiesen haben. Die Gentechnologie hat nichts im Angebot, was dem Glyphosat schaden könnte. Sie macht es nur möglich, dass die Nutzpflanzen irgendwie überleben und mehr Glyphosat ansammeln können. Wir verändern mit dem Glyphosat die Bodenökologie, die mikrobielle Ökologie und unsere Darmmikrobiologie. Das Mikrobiom im Boden wie auch im Darm reagiert sehr empfindlich auf Glyphosat, weil diese Mikroorganismen den Shikimatweg als einen Stoffwechselweg benutzen.
Glyphosat wird aber nicht nur als Unkrautvernichtungsmittel oder als Herbizid eingesetzt. Es dient praktisch auch als Dünger für einige pathogene Bakterien. Die für uns ungünstigen Bakterien können sich durch Glyphosat stärker vermehren, da es die guten Bakterien abtötet, Dieser Vorgang ist uns in gewisser Weise auch durch die Nebenwirkungen von Antibiotika bekannt. Dadurch wird die empfindliche Darmflora in ihrer Balance gestört.
35































































































   34   35   36   37   38