Page 57 - Elektrosmog und Glyphosat
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 Wie wirkt Glyphosat auf den menschlichen Organismus?
Glyphosat erreicht nicht nur die Oberfläche der Pflanzen. Das Herbizid wird in die Zellen der Pflanze eingeschleust. Die EPA (»Environmental Protection Agency« – Umweltschutzbehörde der USA) hat für etwa 160 der dortigen Nahrungs- und Futtermittelpflanzen »zulässige« Mengen an Glyphosatrückständen zwischen 0,2 und 400 ppm (parts per million = Teile pro Million) festgelegt. Diese Werte liegen weit höher als die in unabhängigen Studien gefundenen Grenzwerte für schädliche Auswirkungen. Nun ist es eine Binsenwahrheit, dass wir im Gegensatz zu den gentechnisch veränderten Pflanzen als Menschen gentechnisch nicht verändert sind. Damit sind wir auch gegen Herbizide nicht resistent. Wenn wir die giftigen Chemikalien konsumieren, beeinträchtigen sie unsere Gesundheit. Landwirte berichten auch, dass herbizidtolerante und gentechnisch veränderte Pflanzen »zäher« werden und im Falle der Luzerne mehr Ballaststoffe und weniger Protein produzieren, was das Gegenteil dessen ist, was Landwirte sich für gesunde Tiere wünschen.
Im Jahr 2014 fand man in einer Studie von Kwiatkowska et al., dass Glyphosat auch in den menschlichen Blutkreislauf gelangt war. Das Forscherteam beschrieb, dass Glyphosat und andere Inhaltsstoffe in Roundup zu »leicht signifikanten« negativen Auswirkungen auf die roten Blutkörperchen geführt hatten. Monsanto beschreibt in seinen Ausführungen, dass Glyphosat »harmlos durch den Körper geht und mit dem Urin ausgeschieden wird«. Das wurde in dieser Studie eindeutig widerlegt. Mit anderen Worten, unser Blut ist einfach nicht »Roundup- ready«, wie das für die genmanipulierten Pflanzen proklamiert wird.
Glyphosat als Chelator von Mineralien
Glyphosat wird in der Wissenschaft als Chelator bezeichnet und anerkannt. Als Chelatoren bezeichnet man Verbindungen, die zwei oder
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